Mesusa – Leitworte meines Lebens

Eine Unterrichtsreihe, die eine Tradition jüdischen Lebens und die Werte der Schülerinnen und Schüler verbindet

An den Türpfosten der Häuser, in denen Jüdinnen und Juden wohnen, findet sich ein schräg montiertes kleines Gefäß, in dem sich das Sch’ma Israel befindet. Diese Tradition hat ihren Ursprung in dem Toragebot „… schreibe sie auch an die Türpfosten deines Hauses. (5 Mose 6,9).“

Die Unterrichtsreihe erarbeitet die Bedeutung der Tora und der Mesusa für jüdische Gläubige und verbindet sie mit der Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler. Diese suchen nach Sätzen, die sie gerne an den Türpfosten ihrer eigenen Wohnung anbringen würden. Damit beschäftigen sie sich mit den Werten, die künftig in ihrer eigenen Wohnung herrschen sollen. Sie machen sich auch Gedanken, wie der ausgewählte Spruch auf Besucher wirken wird.

Die Schülerinnen und Schüler stellen eigene Mesusot her, verzieren sie aufwändig, schreiben den ausgewählten Leitspruch mit Acrylstift auf Briefpapier, rollen ihn zusammen und legen ihn in die eigenen Mesusa. Die selbst gebastelten und mit individuellen Leitworten gefüllten Mesusot können in einer Ausstellung präsentiert werden.

Die Unterrichtsreihe wurde in einem #relilab-Impuls ausführlich vorgestellt. Hier geht es zur Aufzeichnung.

Vorarbeiten (2 Doppelstunden)Unterrichtsinhalt und IntentionMethode und Material
Das Judentum und seine Wurzeln im Alten TestamentBilder, die für Merkmale der jüdischen Generation stehen.Fotos: Hebräische Schriftzeichen, Menorah, Granatapfel, Davidsstern, etc.
Methode: Museumsrundgang, Beschreibung und Einordnung.
Mose erhält die Tora (2 Mose 19 ff.)
Die Bedeutung der Tora und des Toraschreins für jüdische Menschen.
M 1: Mose Erzähltext
mit Arbeitsauftrag

M 2: Mose Wiederholung und Vertiefung
Mesusa (2 Doppelstunden)UnterrichtsschritteDidaktischer Kommentar | Materialien
Leitworte meines LebensEine Mesusa wird hergestellt.Die individuellen Mesusa sollen wertig, das heißt mit asthetischem Anspruch hergestellt werden. Es ist erforderlich, dass dafür genügend Zeit zur Verügung steht.
M 3: Modellvorlagen
Es wird darauf hingewiesen, dass dieses Modell in der nächsten Doppelstunde für die Klärung von persönlichen Fragen benötigt wird. Mehr wird noch nicht verraten.
SuS hören Informationen zu den Behältnissen.Möglicher Impuls: „Der Name dieses Kästchens ist Mesusa. Er ist ein wichtiger Gegenstand für Jüdinnen und Juden.“
Das Wort Mesusa (Pl.: Mesusot) wird visualisiert.
SuS wiederholen ihr Vorwissen zum Judentum.siehe vorangegangene Doppelstunden
SuS lesen ein Infoblatt und bearbeiten es mit der Methode „Farbiges Lesen“. Die wichtigsten Ergebnisse werden besprochen. Möglicher Impuls: „Damit du dein Mesusa-Modell befüllen kannst, müssen wir herausfinden, wozu jüdische Gläubige eine Mesusa brauchen.“
Es wird zusätzlich erwähnt, dass die Mesusa beim Betreten des Hauses mit der Hand berührt wird.
M 4: Infoblatt für SuS, zugleich Sachinformation für Lehrperson
M 5: Infoblatt „Farbiges Lesen“
SuS überlegen, welchen Spruch sie an die Tür ihrer eigenen Wohnung befestigen würden.Dazu werden zunächst im Klassengespräche Ideen zusammengetragen und reflektiert. In einem zweiten Schritt tragen die SuS ein selbstgewähltes Leitwort auf ein Arbeitsblatt ein und begründen schriftlich, warum ihnen dieser Spruch wichtig ist, woran er sie ereinnert oder wobei er ihnen hilft.
M 6: Arbeitsblatt „Spruch an meiner Tür“
M 7: Tippkarte
SuS erläutern ihre ausgewählten Leitworte und reflektieren, wie sie auf Besucher der eigenen Wohnung wirken.
SuS notieren den Spruch in seiner endgültigen Fassung in Schönschrift auf ein wertvolles Blatt, rollen es zusammen und schieben es in ihr Mesusa-Modell.Dazu erhalten sie Briefpapier und einen Acrylstift.
Die Mesusa wird verschlossen. Alle Mesusot können in einer Ausstellung (Ausschnittfoto) präsentiert werden.
Fortgang der Unterrichtsreihe
(1 Doppelstunde)
Unterrichtsinhalt und IntentionMethode und Material
VertiefungAnknüpfungDie Mesusot der Klasse werden ein weiteres Mal betrachtet und dabei die Inhalte der vergangenen Stunde reaktiviert.
mögliche Vertiefung: Chanukka-Leuchter, Tefillin … M 8: Tefillin
M 9: Chanukka

Dieses Bildungsmedium ist im Vorfeld der OER-Maker Impulse entstanden und dient als Beispiel.

CC BY-SA 4.0
Weiternutzung als OER ausdrücklich erlaubt: Dieses Werk und dessen Inhalte sind - sofern nicht anders angegeben - lizenziert unter CC BY-SA 4.0 . Nennung gemäß TULLU-Regel bitte wie folgt:
Mesusa – Leitworte meines Lebens (my relilab) von , Lizenz: CC BY-SA .

Links zu den Bildungsplänen

Hinführung

Jüdischer Glaube anschaulich

In einem Museumsrundgang entdecken Schülerinnen und Schüler sichtbare Merkmale jüdischen Glaubens, deuten sie und lernen Neues über die Bedeutung der Tora.

Hinführung

Erarbeitung

Mesusa – Leitworte am Türpfosten meines Lebens

Die Schülerinnen und Schüler basteln eigene Mesusot – zunächst noch ohne Füllung – und erarbeiten die Bedeutung des Tora-Gebots, die Weisung Gottes „auch an die Türpfosten des Hauses zu befestigen“ (5 Mose 6,9).
Sie erarbeiten sodann eigene Leitworte, die sie an die Türpfosten einer künftigen Wohnung befestigen wollen, schreiben diese nieder und befüllen damit ihre Mesusa.

Erarbeitung

Vertiefung und Präsentation

Jüdisches Leben

Die Schülerinnen und Schüler begegnen weiteren sichtbaren Kennzeichen jüdischen Glaubens und bereiten eine Ausstellung ihrer Mesusot vor.

Vertiefung und Präsentation

Dieses Material basiert auf einer Kopie der OER "Dornbusch, Freiheit und Gebote Gottes".

Schreibe einen Kommentar

Bitte gib uns eine Wertung

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.